Innen und außen an Gebäuden kann an verbautem Holz (z.B. an Außenfassaden,
Dachstühlen, Fensterrahmen, Parkettböden) Pilzwachstum von holzzerstörenden Pilzen auftreten.
Man unterscheidet Bläuepilze, die nur eine optische Beeinträchtigung darstellen,
und holzzerstörende Pilze wie z.B. Serpula lacrymans (echter Hausschwamm),
Coniophora puteana (Kellerschwamm), die Gruppe der Poria vailantii (weißer
Porenschwamm) und Gloephyllum species (Blättlinge).
Fruchtkörper eines Blättlings
Die Bläuepilze bauen auf Holzoberflächen Stärke und Fette ab und schädigen so
das Holz nicht in nennenswertem Umfang, denn die Zellwände und das Legnin
bleiben erhalten.
Etwa 65 bis 80% der Hausschäden werden durch die so genannte Braunfäule verursacht.
Braunfäule
Die Braunfäule entsteht durch den Abbau der im Holz vorhandenen Cellulose durch Pilzbefall.
Die hier für in Frage kommenden Pilze sind zum Einen der echte Hausschwamm aber auch der braune
Kellerschwamm, Blättlinge und die verschiedenen Arten der Porenschwämme.
 
Echter Hausschwamm  Fruchtkörperunterseite mit Sporen
So ist also das Auftreten von Braunfäule kein eindeutiges Indiz für einen echten Hausschwamm.
Das von Braunfäule befallene Holz verliert seine mechanische Festigkeit es zerbricht
stumpf (Würfelbruch), so dass tragende Balken nachgeben können und eine Stabilität des
Gebäudes nicht mehr gegeben ist.
Die Weißfäule hingegen tritt meist an Außenhölzern auf und hat daher in Innenräumen
nur eine sehr begrenzte Bedeutung. Weißfäulepilze bauen Legnin ab und beeinträchtigen
dadurch die Biegsamkeit des Holzes, es zerbricht faserig.
Nur durch fachgerechte mikroskopische Analyse der Holzstruktur, lässt sich eine zuverlässige
Aussage über die Art des Pilzes treffen.
 
"Schnalle" vom Hausschwamm  radiale Hyphen der Blaufäule
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